Sechster 7er-DM-Titel in Serie für RG Heidelberg
Wieder ganz oben! Die RG Heidelberg holte zum sechsten Mal in Folge und zum 13. Mal insgesamt den Deutschen 7er-Titel. (Foto: Jürgen Keßler)

Sechster 7er-DM-Titel in Serie für RG Heidelberg

Die RG Heidelberg bleibt in Deutschland im olympischen 7er-Rugby das Maß der Dinge.  Nachdem das Turnier um die Deutsche Meisterschaft im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausgefallen war, sicherte sich das Team von Trainer und Ex-Wolfpack-Kapitän Mustafa Güngör nun im heimischen Fritz-Grunebaum-Sportpark mit einem 24:10-Sieg im Finale gegen den SC Germania List den sechsten Titel in Serie und die insgesamt 13. DM-Trophäe im 7er-Rugby. Rang drei ging an den amtierenden 15er-Rugby-Meister SC Frankfurt 1880, der im kleinen Finale den SC Neuenheim mit 24:7 bezwang und am Ende in Leo Wolf auch den Spieler des Turniers stellte.
 
In der Neuauflage des Finales von 2019 wurde den Orange Hearts aus Heidelberg vom SC Germania List allerdings alles abverlangt. Lange sahen die Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe, in dem dann aber vor allem die individuelle Klasse und Routine des Teams um die frisch gebackenen Vize-Europameister und Wolfpack-Stars Robin Plümpe, Tim Lichtenberg (Foto: Jürgen Keßler) und Fabian Heimpel den Unterschied ausmachte. 
 
Die Hannoveraner vom SC Germania List gingen sogar früh durch den auffälligen Felix Hufnagel in Führung, doch noch vor der Pause drehten Tim Lichtenberg und der Ire Eoin Hurley mit ihren Versuchen sowie Fabian Heimpel mit einer erfolgreichen Erhöhung die Partie in eine 12:5-Führung für den Titelverteidiger. Germania blieb aber gut im Spiel, verpasste es jedoch, das auch auf die Anzeigetafel zu bringen. Und so war es Robin Plümpe, der nach einem eindrucksvollen 50-Meter-Lauf, bei dem er zwei Gegner aussteigen ließ, unter den Stangen für die RGH ablegte, sodass Heimpel mühelos zum 19:5 erhöhen konnte. List verkürzte kurz darauf zwar noch mal auf 10:19, doch den Schlusspunkt setzten erneut die Heidelberger mit dem Versuch von Benedikt Spieß zum 24:10-Endstand.
 
Sowohl die RG Heidelberg als auch die Lister waren in der Vorrunde ihrer jeweiligen Favoritenrolle absolut gerecht geworden und waren ungeschlagen ins Cup-Halbfinale eingezogen, obwohl es für beide Teams auch das eine oder andere knappere Spiel gegeben hatte. In der Vorschlussrunde setzten sich die favorisierten Orange Hearts mit 26:14 und auch etwas Glück gegen den SC Frankfurt 1880 durch. List besiegte knapp mit 19:14 den SC Neuenheim.
 
„Es war toll, so viele Spieler wieder Rugby spielen zu sehen, auch wenn nicht alle Teams dabei sein konnten“, stellte 7er-Bundestrainer Damian McGrath bei seinem Turnierfazit in den Vordergrund. „Es war nach einer so langen Spielpause sicher nicht das ganz hochklassige Turnier. Das war aber auch nicht zu erwarten, denn für die meisten Spieler war es das erste Turnier seit vielen Monaten. Aber das Engagement der Spieler war grandios. Und am Ende war es das Wichtigste, dass wir wieder ein Turnier hatten. Wie so oft, war der Rugbysport der eigentliche Sieger.“
 
Abschlussranking Deutsche 7er-Rugbymeisterschaft 2021:
1. RG Heidelberg, 2. SC Germania List, 3. SC Frankfurt 1880, 4. SC Neuenheim, 5. Hannover 78, 6. RK Heusenstamm, 7. SG 1.CFR/TV Pforzheim, 8. BSC Offenbach, 9. SV StuSta Freimann, 10. Berliner RC