7er-Development-Team in Orsay Dritter

7er-Development-Team in Orsay Dritter

Das Development-Team des DRV hat bei den Centrale Sevens im französischen Orsay nahe Paris am Ende den dritten Platz belegt. Die deutsche Auswahl besiegte im „kleinen Finale“ ein Development-Team des spanischen Verbandes deutlich mit 31:5. Zuvor hatte die junge Auswahl von Coach Max Pietrek allerdings ein durchaus wechselhaftes Turnier erlebt.
 
Denn am ersten Turniertag hatte das Perspektiv-Wolfpack merklich Schwierigkeiten, sich zusammen- und so in das Turnier hinein zu finden. In der Vorrunde, in der es jeweils zwei Mal gegen zwei Gegner ging, war man gegen das französische Einladungsteam Seventise – immerhin Turniersieger der letzten beiden Ausgaben 2017 und 2018 – faktisch kaum mal richtig im Spiel. Man hatte kaum Zugriff auf den Ball, leistete sich vor allem defensiv zu viele Fehler und konnte offensiv nicht mehr, als ein paar wenige Akzente setzen. Beim 12:36 gelangen Wolfram Hacker immerhin zwei Versuche, einen erhöhte Jon Caister.
 
Im zweiten Spiel ging es gegen eine Baskenland-Auswahl namens Euskadi M, die zwar nicht das Format von Seventise hatte, gegen die das DRV-Team aber die gleichen Fehler zeigte: Ball nicht behauptet, Bälle offensiv nicht gut verarbeitet, defensiv nicht konsequent genug. Bei zwei ordentlichen Angriffen gelangen immerhin Bennet Veil und Max Roddick zwei Versuche und Jon Caister eine Erhöhung bei der 12:17-Niederlage, die aber auch durchaus ein Sieg hätte werden können. „Ein Schritt nach vorn, aber ein zu kleiner“, kommentierte Coach Pietrek im Anschluss.
 
Zum Abschluss des ersten Turniertages hatte man die Chance, gegen Turnierfavorit Seventise zu zeigen, dass man es besser kann. Und das gelang auch. Die diesmal gut vorbereiteten DRV-Jungs spielten mutig auf, lieferten eine starke erste Halbzeit ab, griffiger in der Verteidigung, und man führte zur Pause sogar mit 7:5. Doch den Schwung konnte man nicht mitnehmen. Die schwache Anfangsphase im zweiten Durchgang nutzte Seventise zu zwei Versuchen, ehe sich Deutschland wieder etwas fing und wieder auf Augenhöhe mitspielte. Dennoch stand am Ende ein 12:24, in dem Veil und Caister die DRV-Versuche legten und Roddick einen erhöhte.
 
Am zweiten Turniertag stand zunächst das letzte Gruppenspiel und das zweite gegen das Euskadi-Team an. Das deutsche Team präsentierte sich viel besser als am Tag zuvor, verteidigte geduldig, war gut an den Kontaktpunkten und münzte Ballgewinnen und viel Ballbesitz auch in Punkte um. Versuche von Justin Renc, Robin Plümpe, Jakob Dipper und zweimal Wolfram Hacker sowie drei Erhöhungen von Roddick sorgten für einen verdienten 31:10-Erfolg, der sogar den Einzug ins Halbfinale bedeutete.
 
Dort wartete das 7er-Team des französischen Topclubs Stade Francais, das den Deutschen, die wiederum nach einem frühen Rückstand nicht mehr ins Spiel fanden, mit 40:0 keine Chance ließ. Doch im Spiel um den dritten Platz rehabilitierte sich die DRV-Auswahl mit einer ordentlichen Leistung und einem 31:5 gegen ein spanisches Perspektivteam. Zwei Versuche kamen von Plümpe, jeweils einer von Veil, Hacker und Daniel Eneke. Die Erhöhungen besorgten Kevin Heising, Jon Caister und Alexander Brosowski.
 
Fazit von Trainer Max Pietrek: „Das war für uns ein versöhnlicher Abschluss eines Turniers mit einigem Auf und Ab. Es wurde deutlich, dass diese Jungs auf dem Level mit dem Tempo und dem neuen Spielkonzept phasenweise noch etwas überfordert waren. Aber letztendlich brauchen sie genau diese Turniere und diese Spiele für ihre weitere Entwicklung. Wir als Trainer wissen genau, welche jetzt die nächsten Schritte sein müssen. Und so war das ein wichtiger Auftakt für diese Saison mit einer insgesamt guten Lernkurve.“